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Mars Chroniken
Bonus-Ausgabe · Flug 14 ist geflogen · Lesezeit rund 3 Minuten
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Hallo Raumfahrt-Fan,
Starship ist im Orbit gewesen. Am Montag hat Flug 14 zum ersten Mal eine Erdumlaufbahn erreicht, 26 echte Starlink-Satelliten ausgesetzt und sich mit eigener Kraft wieder zurückgeholt. Dazwischen lag eine Viertelstunde, in der SpaceX den Orbit live absagte und die Entscheidung dann zurücknahm. Weil das keine Woche warten sollte, bekommst du hier eine Bonus-Ausgabe: Flug 14 in drei Minuten, dazu unsere komplette Analyse als Video und der ausführliche Nachbericht auf der Website. |
Fast abgebrochen, dann der erste Orbit
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| Liftoff von Flug 14 am 28. September um 14:48 Uhr unserer Zeit, das Titelbild der SpaceX-Missionsseite. Bild: SpaceX |
Der Start um 14:48 Uhr war der erste am Morgen seit Flug 5, bewusst später im Fenster gelegt, damit an den Landezonen im Pazifik besseres Licht herrscht. Beim Aufstieg fiel eines der 33 Booster-Triebwerke aus, beim Boostback fehlte ein zweites, und trotzdem flog Booster 21 sein Landemanöver mit exakt der Mindestzahl von 11 Triebwerken, dann 5, dann 3. Anschließend zündete SpaceX das Flugabbruchsystem, als Demonstration. Am Schiff schaltete bei T+7:18 eines der drei Vakuumtriebwerke rund 30 Sekunden zu früh ab, die übrigen fünf brannten länger, und Ship 41 erreichte trotzdem die geplante Bahn.
Dann der Moment, den dieses Programm noch nicht kannte. Bei T+11:07 verkündete die Flugleitung live, dass Starship heute nicht in den Orbit geht. Anderthalb Minuten später die Kehrtwende, ebenfalls live: Man versuche, den Hold zurückzusetzen. Entscheidend waren nicht das ausgefallene Vakuumtriebwerk, sondern die drei inneren Raptoren, denn nur die zünden für den Einschuss und später für den Rückweg. Bei T+15:23 galten alle drei als gesund, bei T+21:48 fiel der Satz: "We are go for orbit." Bei T+25:19 zündete ein einzelner Raptor für rund 15 Sekunden, rund 90 Meter pro Sekunde, und bei T+26:12 war Starship zum ersten Mal im Orbit, in rund 263 bis 277 Kilometern Höhe.
Ab T+35 verließen die 26 Starlink V3 den Frachtraum, rund einer pro Minute, kurz nach T+1:04 war der letzte draußen, und SpaceX meldete Kontakt zu allen 26. Die sechs geplanten Umläufe strich SpaceX aus Vorsicht wegen des Triebwerksproblems: Nach gut anderthalb Stunden im Orbit kam die Ansage, man nehme den ersten Ausstiegspunkt. Bei T+2:12 zündete ein Raptor für den ersten Deorbit-Burn eines Starship, der Wiedereintritt verlief ruhiger als bei Flug 13, und bei T+3:08 wasserte das Schiff weich und punktgenau im Nordpazifik, statt nach zehn Stunden vor Chile. Dann kippte es um und explodierte. Unsere Einschätzung: Flug 14 hat alles geliefert, wofür er da war. Die offene Frage heißt Raptor, denn drei Ausfälle an einem Tag sind drei zu viel, und SpaceX hat die Ursache noch nicht genannt.
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Die komplette Analyse: Starship im Orbit, dabei hatte SpaceX schon abgesagt
Sekunde für Sekunde durch die ganze Übertragung: das No-Go und die Kehrtwende im Kontrollraum, der Orbit-Einschuss mit dem schwenkenden Raptor, der Mond über dem Rumpf beim Aufstieg, die Satelliten, die im Dunkeln über Südostasien aufleuchten, der Deorbit-Burn, das Plasma beim Wiedereintritt und die Wasserung mit dem Feuerball. Dazu, was die drei Triebwerksausfälle bedeuten und was für Flug 15 auf dem Zettel steht.
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Zum Nachlesen
Der ausführliche Nachbericht. Alle Zeiten, Zahlen und Zitate zum Flug, vom Countdown bis zum Feuerball, mit Quellen zum Nachprüfen: Starship Flug 14: Fast abgebrochen, dann der erste Orbit. Wie der Flug vorbereitet wurde, steht im Vorbericht samt beiden Briefing-Videos.
Was jetzt kommt. Ship 40, das intakt geborgene Schiff von Flug 13, ist auf dem Halbtaucherschiff Forte unterwegs und soll um den 8. Oktober in Brownsville ankommen. Für Flug 15 stand auf einer Planungsfolie der amerikanischen Flugsicherung der 19. Oktober, ausdrücklich vorläufig; Booster 22 und Ship 42 stehen laut NASASpaceflight bis Ende Oktober bereit. Offen bleiben die Ursache der Triebwerksausfälle und die Bilder der drei Kamerasatelliten vom Hitzeschild.
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Sneak Peek: Was als Nächstes kommt
Am Sonntag (04.10.) geht es um das RS-25, das Triebwerk, das schon das Space Shuttle angetrieben hat und heute die Mondrakete SLS in den Himmel schiebt. Am Mittwoch (07.10.) stellen wir Hydra vor, den Wasserstoff-Raptor. Und am Sonntag darauf (11.10.) treten Raptor 3 und RS-25 gegeneinander an. Der reguläre Funkspruch kommt wie gewohnt.
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P.S. Danke an alle, die am Montag von 10 Uhr bis zur Wasserung mit uns im Stream waren. Zum nächsten Flug gibt es wieder ein Start-Cockpit, mehr dazu im regulären Newsletter. |
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Transparenz: Der Autor hält Aktien von SpaceX und Rocket Lab.
Per aspera ad astra
Dein Sirwan
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